fort-da. Artikel & Essays zur Psychoanalyse

CHF 47.50

Zweibändiges Werk mit Artikeln und Essays von Regula Schindler
Band 1: Psychoanalyse intensiv / Band 2: Psychoanalyse extensiv

Druckausgabe: ISBN 978-3-03846-030-5

ebook (pdf): ISBN 978-3-03846-031-2 (in Bearbeitung)

Erscheinungsdatum: März 2017
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Description

“Der Löwe zählt nicht auf 3, Regula Schindler schon: Ein Buch, das allgegenwärtige duale Denkmuster überwindet. Immer kämpferisch, immer parteiisch für das, wovon man nichts wissen will, nie banal.  Am besten geraten dort, wo Regula Schindler zwei ins Gespräch bringt, die einander fremde Sprachen sprechen – Giacometti und Lacan, Benjamin und Lacan –, und wir Leser quasi live dabei sind, wie daraus Schindlers eigenes Sprechen hervorgetrieben wird.”
Dr. med. Christian Kläui, Psychoanalytiker/Psychiater,  Basel

“Eine die Lebensgeister wachrufende Geschichte, die, nicht zuletzt durch den wunderbar witzig-zarten und entschiedenen Ton zu lesen eine Freude ist.”
Prof. Dr. Marianne Schuller, Literaturwissenschaftlerin, Hamburg.

Diese Publikation versammelt Vorträge und Essays der Zürcher Psychoanalytikerin Regula Schindler, die Ende 80er, anfangs 90er Jahre in Paris die Werkstätte Jacques Lacans studiert und miterlebt hat. Lacan hat seither ihr Schreiben und ihre Praxis geprägt.

Das vorliegende Buch ist ein Versuch, wie einst der des kleinen Enkel Freuds, das sich entziehende fort wiederzuholen ins da, und das erstarrte da fort zu werfen – weg damit. Die auf den ersten Blick beinharte Opposition o-a, fort-da erlaubt bei näherer Betrachtung flexible Übergänge, Verschlingungen, Kombinationen. Das fort umhüllt, löchert, kreiert, vernichtet das da. Kein Spiel, sei es ein Liebes-, Kriegs-, Schach- oder Analyse-Spiel, das nicht auf diese Alternanz zielen würde. Das fort wird stets gewinnen: jeder, jede verliert schießlich seine Königin.

Der erste Band schöpft aus und erzählt von Begegnungen mit Analysanten, Analytikern, analytischer Literatur. Im Vorder- oder Hintergrund stets die ternäre Logik Lacans: sie untergräbt und verknüpft neu geläufige Binarismen, nebst fort-da innen-außen, Theorie-Praxis. Liebe-Hass, Glaube-Unglaube, Mann-Frau etc. Der zweite Band widmet sich, derselben Logik folgend, einigen zum Kulturerbe erstarrten Figuren, Giacometti, Claudel, Wedekind, Benjamin, Binswanger, Adorno/Schubert, in der Hoffnung, sie ein wenig aufzuwecken. In beiden Bänden finden sich kurze fort-da-Experimente mit Wörtern.

“Psyche ist ausgedehnt, weiss nichts davon.” Sigmund Freund

 


INHALT

Band I  Psychoanalyse intensiv

Vorwort
Hysterie
Jenseits des Phallus?
Die Raumkrankheit: aus der Analyse einer Phobie
Symbolische Mutter – Realer Vater
Intermezzo
Es muss getan werden: zum Sublimieren
Glaube/Unglaube/Versagen des Glaubens
Freud, und dann Lacan – und die «junge Homosexuelle»
Das Fenster zum Hof: zur Praxis des späten Lacan
Zwei Kurz-Einführungen    a) zu Alienation/Separation   b) zu den borromäischen Knoten/Ketten
Verdankung und Verweise

Band II, Psychoanalyse extensiv

Zu den Alberto Giacometti-Essays
Zurück zur «Wesensschau»?
Alberto Giacometti: Die Zeit-Raum-Scheiben
«So unbildlich und real»:  Bemerkungen zu Trieb, Stimme, Laut, Musikhören
Wissen, Übertragung, Genießen: 
zum Verhältnis Ludwig Binswanger–Sigmund Freud
Märtyrerin des Buchstabens: Sygne de Coûfontaine, Lacan liest Claudel
Intermezzo
Die Drogen-Protokolle Walter Benjamins
Intermezzo
Wedekinds «Frühlings Erwachen (Eine Kindertragödie)», 
und die Namen-des-Vaters

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